Mentoring, Coaching und Tutoring sind drei Formen der beruflichen Begleitung, die sich jedoch durch ihren Zweck, ihre Haltung und ihren Interventionsrahmen unterscheiden. Mentoring beruht hauptsächlich auf einer langfristigen Beziehung, in der eine erfahrene Person (der Mentor) den Mentee bei seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung begleitet, indem sie Ratschläge, Erfahrungen und Netzwerke teilt.
Coaching ist ein strukturierteres und oft kürzeres Verfahren. Der Coach, der kein Experte für den Beruf seines Klienten sein muss, verwendet Fragetechniken, aktives Zuhören und Techniken der persönlichen Entwicklung, um seinem Klienten zu helfen, bestimmte Ziele zu erreichen. Coaching zielt vor allem darauf ab, Lösungen beim Coachee hervorzubringen.
Tutoring schließlich ist in der Regel mit dem Erwerb von technischen Fähigkeiten oder der Integration in den Beruf verbunden. Der Tutor ist oft ein Kollege oder ein Ausbilder, der einen Neuankömmling oder Lernenden bei konkreten Aufgaben nach einem festgelegten Programm anleitet.
So unterscheidet sich das Mentoring durch seine Dimension der globalen und nachhaltigen Übertragung, das Coaching durch seinen ergebnisorientierten Ansatz und seine persönliche Entwicklung und das Tutoring durch sein pädagogisches und operatives Ziel. Das Verständnis dieser Unterschiede ermöglicht die Auswahl der richtigen Maßnahme je nach den Bedürfnissen der Organisation oder des Einzelnen.

